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„Rechtsradikalismus und Jugendarbeit“
Die Veranstaltung bzw. wahlweise das Seminar „Rechtsradikalismus und Jugendarbeit“ richtet sich an Tätige in der Kinder- und Jugendarbeit. Ziel hierbei ist es, Grundlagen und Relevanzbereiche von Rechtsradikalismus für Jugendliche darzustellen und die sich hieraus für PädagogInnen ergebenden Handlungsanforderungen und Handlungsmöglichkeiten darzustellen. Veranstaltung und Seminar beinhalten:
- Diskursbetrachtung – Jugendarbeit und Rechtsradikalismus
- Typologisierung der pädagogischen Zielgruppen im ThemenfeldRechtsradikalismus
- Pädagogische Konzepte und Handlungsmöglichkeitengegen Rechtsradikalismus
- Fallbesprechung
Die Veranstaltung dauert ca. 1,5 Stunden und ist multimedial gestaltet. Bei Interesse besteht auch die Möglichkeit, zur Vertiefung der Thematik die Veranstaltung als Tagesseminar zu buchen.
„RechtsRock – Musik als Propaganda der radikalen Rechten“
Die NPD und die Freien Kameradschaften setzen bei der Rekrutierung neuer Aktivisten verstärkt auf das Propagandamittel RechtsRock. Neonaziorganisationen wie etwa das Aktionsbüro Saar oder das Aktionsbüro Rhein-Neckar nutzen zudem das Internet zum Vertrieb der Propagandasongs. Die NPD nutzt das Propagandamittel RechtsRock, indemsie durch das Verteilen sogenannter „Schulhof CDs“ versucht, bei Jugendlichen Interesse zu wecken und an Attraktivität zu gewinnen.
Die Veranstaltung „RechtsRock – Musik als Propaganda der radikalen Rechten“ gibt einen Einblick in die Strukturen, Ziele
und Handlungsmuster des deutschen RechtsRock. Anhand von Beispielen werden die unterschiedlichen neonazistischen Ideologiemerkmale in Form von Songtexten dargestellt und beleuchtet. Handlungsmöglichkeiten und Gegenaktivitäten werden aufgezeigt.
Die Veranstaltung dauert ca. 1,5 Stunden und ist multimedial gestaltet.
Veranstaltung/Seminar über NPD und „Freie Kameradschaften“ in Rheinland Pfalz und Saarland
Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen und Erfolge rechter Parteien und Organisationen im Saarland bietet das BIFOR – Bildungs- & Forschungswerk Saar-Lor-Lux eine Informationsveranstaltung über die Ziele, Strukturen und Strategien der bedeutendsten rechten Organisationen in Rheinland Pfalz und Saarland an. Die Veranstaltung wirft einen Blick hinter die Fassade der NPD und der ihr nahestehenden „Kameradschaften“. Aktuelle politische Strategien der militanten Rechten in Deutschland sowie der Netzwerk-Charakter der unterschiedlichen Organisationen werden dargestellt. Beleuchtet werden die Zusammenarbeit der NPD mit dem militanten bis terroristisch agierenden Nazispektrum und die Bestrebungen der europäischen Rechten, sich grenzüberschreitend zu vernetzen.
Aufgrund langjähriger Erfahrung durch Mitarbeit in antifaschistischen Basisgruppen können die Referenten Handlungsmöglichkeiten für den Umgang mit Rechtsextremismus und Rechter Gewalt aufzeigen und diese an konkreten Beispielen zur Diskussion stellen.
Bei Interesse und zur Klärung genauerer Modalitäten stehen wir ihnen unter den angegebenen Kontaktmöglichkeiten gerne zur Verfügung:
Symboliken der radikalen Rechten - Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum
Mit einer neuen Veranstaltung unter dem Titel „Symboliken der radikalen Rechten – Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum“ will das BIFOR der jüngsten Entwicklungen im rechtsradikalen Lager Rechnung tragen. Während das Bild des rechtsradikalen Skinheads zunehmend aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwindet, gibt es eine wahre Flut an neuen Kleidungsstilen und Symboliken der politischen Rechten, die deshalb nicht mehr ohne weiteres als solche erkennbar sind. Selbst Profis aus der Jugendarbeit sehen sich zunehmend mit dem Problem konfrontiert, die Selbstetikettierungen der Jugendlichen schlichtweg nicht mehr deuten zu können. Doch gerade jene Entwicklung der dynamischen Veränderung der Kommunikationsmittel Kleidung und Symbole gibt Auskunft über weitergehende gesellschaftliche Veränderungsprozesse, welche erkannt und gedeutet werden müssen, um notwendige „Gegenstrategien“ gegen den „neuen Rechtsradikalismus“ Erfolg haben lassen.
Seit den Pogromen auf Asylbewerberheime Anfang der Neunziger, wurde auf medialem Wege zunehmend eine genaue Vorstellung des Prototyps eines Neonazis über Fernsehen, Zeitschriften und Fachliteratur gegeben. Demnach konnte man eine Person mit solch politischer Gesinnung hauptsächlich an seiner Kleidung erkennen und einem rechten Spektrum zuordnen. Dieser herkömmliche Kleidungsstil war mit einer bestimmten Subkultur – der Skinhead-Kultur – verbunden, woraus sich für den Beobachter eine simple Gleichung aufstellen ließ, wonach Skinhead gleich Nazi gleich Gewalttäter ist oder mit diesem zumindest etwas negatives verbunden wird. In den letzten Jahren konnte allerdings beobachtet werden, dass die Naziszene mit der Motivation zu einem Imagewechsel einerseits, andererseits durch zunehmende Verbote von Organisationen und Symbolen, sich dazu gezwungen sah, ihr Auftreten in der Öffentlichkeit zu ändern. Dem, mit ausschließlich negativen Dingen behafteten, Skinheadlook musste ausgewichen werden.
Bezog man die typischen Textilien bis vor einigen Jahren noch aus der Abteilung für Sportbekleidung im Kaufhaus oder im Army-Shop, wobei bestimmte Marken wie beispielsweise ‚ Lonsdale' oder ‚ Fred Perry' , bevorzugt wurden, kann man heute als „modebewusster Neonazi“ auf Kleidung zurückgreifen, welche „szeneintern“ produziert und vertrieben wird. Dies füllt nicht nur die rechten Kassen, sondern ermöglicht es zudem, dem alten Klischee des gewalttätigen Skinhead zu entgehen. So wurden zunehmend bestimmte Stylecodes verschiedener Subkulturen übernommen und mit der gewünschten politischen Einstellung kompatibel gemacht.
Beliebte Codierungen – wie das bekannte Einsetzen der Zahl ‚ 88' für ‚ Heil Hitler ' - sind somit nicht mehr nur Buttons an Bomberjacken, sondern nun ein einfaches Logo auf schicken Pullovern oder Girly-Shirts, welche sich von üblicher Discomode nur schwer unterscheiden lassen. Das Versteckspiel hat begonnen.
Der multimedial gestaltete Vortag „Symboliken der radikalen Rechten – Rechtsradikale Kleidung und Symbolik im öffentlichen Raum“ wird nicht nur die Entwicklung der Stylecodes illustrieren, sondern auch die Hintergründe verschiedener Stile, mit ihren Symboliken und Vertrieben, aufzeigen und gesellschaftliche Interventionsmöglichkeiten gegen Rechtsradikalismus aufzeigen.
